Die Hundeporträts vor knalligen Hintergründen gehören zu den Bildern, nach denen ich am häufigsten gefragt werde. „Wie bringt man einen Hund dazu, so zu sitzen?“ Die ehrliche Antwort: gar nicht. Man wartet.
Der Aufbau
Ein farbiger Papierhintergrund, zwei Blitze mit großen Softboxen, ein Bodenblatt, das man abwischen kann. Die Kamera sitzt auf Augenhöhe des Hundes – das ist der wichtigste Unterschied zu Handyfotos von oben.
Die ersten zehn Minuten gehören dem Hund
Kein Blitz, keine Kamera. Der Hund darf schnüffeln, das Studio erkunden, ein paar Leckerli finden. Erst wenn er entspannt ist, fange ich an – und zwar mit einzelnen Auslösungen, damit er sich an das Licht gewöhnt.
Das Halterteam
Frauchen oder Herrchen stehen direkt hinter mir mit dem, was den Hund am meisten interessiert: Leckerli, Ball, Quietschtier. Der Blick geht dann automatisch in Richtung Kamera. Für die fliegenden Ohren und die Zunge braucht es Timing und ein bisschen Glück – deshalb fotografiere ich in Serie.
Warum Farbe?
Weil sie dem Hund eine Bühne gibt. Ein lockiger, brauner Hund vor Gelb, eine schwarze Hündin vor Pink: Der Kontrast macht aus einem Tierfoto ein Bild, das man an die Wand hängt.
Was ihr mitbringen solltet
Den Lieblingssnack, ein Spielzeug, das Lieblingshalsband oder eine Fliege – und Zeit. Ein Shooting dauert etwa 30 bis 45 Minuten, mit Pausen.
Aktuelle Aktionen mit festen Terminen findet ihr unter Foto-Events – vielleicht ist bald wieder ein Hundetag dabei.
Geschrieben von Florian Rißmann, Fotograf in Lichtenstein bei Reutlingen.




